| 1. Woche, 1. Tag - Hanoi | 1. Woche, 1. Tag - Hanoi | |||
| Die Reise startet in Hanoi,
der Hauptstadt der sozialistischen Republik Vietnam. Da wir uns mit den
örtlichen Gegebenheiten (noch) nicht auskennen, lassen wir uns vom
Hotel-Taxi am Flughafen abholen. Das Zimmer ist bereits bezugsfertig,
und geschafft von der Reise machen wir ein Nickerchen. Um die Mittagszeit
starten wir unsere erste Entdeckungstour. Bei der Ankunft nicht richtig
wahrgenommen, stehen wir inmitten der Altstadt - der Bambusgasse. Insgesamt
36 Gassen formierten sich gemäß ihrer Zugehörigkeit zu
Clans und Genossenschaften, die mit Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse,
Heilkräutern, Salz oder Blumen handelten oder Waren wie Leder, Seide,
Papier, Metall oder eben Bambus bearbeiteten. Diese Gassen sind heute
noch erhalten, unterliegen aber einer Modernisierung mit Minihotels, Souvenirshops
und Imbissläden, die es vor 15 Jahren noch nicht gab. |
Es ist schwülwarm,
drückend, laut. Überall Motorräder, ab und zu Fahrräder,
noch seltener Cyclos - ein fast aufgegebenes Verkehrsmittel, das durch
die Touristen eine Renaissance erlebt. Gegessen wird auf der Strasse,
geredet wird auf der Strasse, gehupt wird auf der Strasse. Dieser Lärm!
Bei dem Trubel hatten wir eigentlich mehr Müll erwartet ... Wir schlendern zum Hoan Kiem See und überqueren die Brücke der aufgehenden Sonne (1885), um uns die Relikte der Legende von Le Loi anzusehen. An dem Jadeberg Ngoc Son angekommen, findet sich tatsächlich eine Schildkröte als Beweis der Sage. Anschließend gehen wir auf einen der Märkte und kaufen - nach den ersten zaghaften Versuchen, den Preis zu verhandeln - ein paar Flipflops für umgerechnet 1 €. Englisch wird verstanden - die Händler haben sich auf die Touris eingestellt. |
Auf der Suche nach schmackthaftem,
vietnamesischen Essen biegen wir in eine weniger touristische Seitengasse
ein. Die nicht-englischsprachige Bedienung stellt uns vor die erste große
Herausforderung, und wir überlegen tatsächlich, unser Ohne-
Wörterbuch zu zücken. Da kommt ein ausländischer Student
zu Hilfe, der uns die Karte übersetzt. Noch mal gut gegangen. Wieder zurück in den schrillen Trubel mieten wir uns für eine Stunde ein Cyclo, erkunden so weiter die Altstadt und lassen das Pulsieren von Waren, Menschen, Ver- |
Der Baustil erinnert an Notre Dame in Paris. Abends kaufen wir noch ein paar Getränke für den nächsten Tag ein - und werden dabei schon sicherer im Verhandeln. Im Verlaufe des Tages hat sich nun doch viel Müll auf der Strasse angesammelt, der von Hand mittels Schubkarre woanders hingebracht wird. Dies geht aber im weiter anhaltenden Trubel und Geräuschpegel unter. Auch um diese Zeit scheint das Gehupe und emsige Treiben kaum merklich abzunehmen, auch wenn nun mehr Motorrad fahrende Jugendliche als Motorrad fahrende Händler gesichtet werden. Die Übernachtung im Hotel Continental ist gut, das Personal ist freundlich und hilfsbereit, die vorhangsverarmte Dusche flutet regelmäßig den kompletten Badbereich inkl. Toilette. |
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