Wien, Städtereise 2008 - Reisebericht
1. Tag - Wien - Stephansdom und Altstadt 1. Tag - Wien - Votivkirche und Burgtheater

Wir starten mit einem Frühstück gegenüber dem Stephansdom im Haas&Haas. Die Entstehungsgeschichte des von den Wienern „Steffl“ genannten Wahrzeichens aus der Gotik reicht bis in das Jahr 1147 zurück. Der dreischiffige Albertinische Chor ist beein-druckend, die 343 Treppen hinauf zur Tür-merstube des Südturmes erklimmen wir bei besserem Wetter. Auf dem Vorplatz des Stephansdom werben Musiker für klassische Darbietungen am Abend. Über den Juden-platz mit seinem Denkmal gelangen wir durch kleinere Gässchen zur Freyung. Die dreieckige Freifläche diente im Mittelalter als Markt und Hinrichtungsstätte. Rundherum entstanden zahlreiche prachtvolle Adelssitze und der Schottenstift. Im angrenzenden Palais Ferstel, dem Prunkstück der Wiener Ringstraßenarchitektur, erbaut 1856 für die Österreichische Nationalbank, befindet sich heute eine Einkaufspassage. Bis 1877 beherbergte es die Börse. An der Ecke Herrengasse befindet sich das geschichts-trächtige Café Central im venezianisch-neugotischen Stil, das um die Wende zum 20. Jahrhundert Treffpunkt von Literaten und Journalisten war. Wir setzen unseren Rundgang in der nördlichen Ringstraße fort.

Musiker werben für klassische Aufführungen

1857 ließ Kaiser Franz Joseph Wiens alte Befestigungsanlagen beseitigen und statt-dessen die 5 km lange Ringstraße mit zahlreichen Prunkbauten, die alle Baustile früherer Epochen imitieren, erbauen. 1879 wurde die mächtige doppeltürmige Votiv-kirche im Stile der französischen Kathe-dralgotik eingeweiht. Vorbei am neuen Rat-haus, einem neugotischen Prunkbau aus dem Jahr 1872 - besonders schön anzuse-hen bei Nacht - und dem nach Plänen Gottfried Sempers 1874-1888 erbauten Hofburgtheaters mit einer Fassade im Stil der italienischen Hochrenaissance, erreichen wir den Volksgarten und den Heldenplatz mit Blick auf die Hofburg. Über 600 Jahre lang war „die Burg“ die Residenz des öster-reichischen Herrscherhauses. Der angren-zende Josephsplatz ist der homogenste Platz der Stadt, beherrscht von der National-bibliothek, die mit einem wunderschönen Tonnengewölbe ausgestattet ist. Wir verwei-len im Café im Palmenhaus hinter der der Hofburg neben dem Schmetterlingshaus. Auf dem Weg zum Stephansplatz passieren wir die Staatsoper und die Albertina, die die größte graphische Sammlung der Welt birgt. Abends sehen wir uns das beleuchtete Rathaus an - grandios!

Hofburgtheater
Stephansdom
Votivkirche
große Auswahl bunt bemalte Ostereier
Palmenhaus
Freyung
Albertina

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